More...
"Kämpfende Kameras" und Dean Reed
Ehrengast der Dok-Woche 1971: Dean Reed
(24.11.1971, Quelle: Archiv Leipziger Volkszeitung)
Auch in diesem Jahr findet das Festival unter zunehmender
Einmischung der Ministerien in die Filmauswahl und Programmgestaltung
statt. So wird beispielsweise der "Joris Ivens Preis" aufgrund der
'antisowjetischen Haltung' seines Namensgebers abgeschafft und in den "Kämpfende Kamera"-Preis
umbenannt. Ivens, zuvor von Parteivertretern hofiert, nahm Partei für
China ein, was von Seiten des Regimes ungern gesehen wurde. Den
Studenten der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg wird ein eigenes
Programm zugesprochen. Generell charakterisiert ein Reglement
diejenigen Filme, die zur Aufführung vorgesehen sind: eben solche, die
"den Kampf der Menschheit gegen den Imperialismus, für die Erhaltung des
Weltfriedens, die Wahrung und Verteidigung der Menschenwürde, das
Streben der Völker nach Freiheit, Unabhängigkeit und Glück, die
schöpferische Kraft, den wissenschaftlich-technischen und sozialen
Fortschritt der menschlichen Gesellschaft zum Inhalt haben und
künstlerisch überzeugend gestaltet sind.'" [in: Regelment der XIV.
Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und
Fernsehen] Prominenz und "Glamour" erlebt Leipzig durch die Anwesenheit Dean Reeds: Mit "Lied im Klassenkampf" stellt er das Thema der diesjährigen Diskussionsrunde.
Goldene TaubenEL SUELDO DE CHILE (DER PREIS, DEN CHILE ZAHLEN MUSSTE, Chile, Fernando Balmaceda und Team) PINTANDO CON EL PUEBLO (MIT DEM VOLK MALEN, Chile, Leonardo Cespedes) NO ES HORA DE LLORAR (ES IST NICHT DIE STUNDE, ZU WEINEN, Chile, Pedro Chaskel und Luis Alberto Sena) SONG INTERNATIONAL (DDR, Jürgen Böttcher) WER, WENN NICHT WIR (DDR, Kurt Tetzlaff) LANG NHO BEN SONG TRA (EIN KLEINES DORF AM TRA-FLUSS, Republik Südvietnam, Nghiem Phu My) KRESTJANE (BAUERN, UdSSR, Ivan Galin) I VYROSLI SYNOVJA (UND DIE SÖHNE SIND HERANGEWACHSEN, UdSSR, Eva Vermiševa) Dumajut Li Šiwotnye (KÖNNEN TIERE DENKEN?, UdSSR, F. Soboljev) LE PREMIERS JOURS DES LA VIE (DIE ERSTEN TAGE DES LEBENS, Frankreich, Claude Edelmann) DER KLEINE HELD VON PHU DONG (Animation, DRV, Trickfilmstudio Hanoi) VELKY KONCERT (DAS GROSSE KONZERT, ČSSR, Jan Zelenka) WALTER FELSENSTEIN (DDR, Gitta Nickel) DANN SAG ICH´S MIT DEN HÄNDEN (DDR, Ellis Lander und Axel Kaspar) END OF THE DIALOGUE (ENDE DES DIALOGS, Großbritannien, Team, Mitglieder des südafrikanischen Nationalkongresses) CHAS IRLANDII (DIE STUNDE IRLANDS, UdSSR, Vladimir Dunajev)
Silberne TaubenLA ESTAMPIDA (KOPFLOSE FLUCHT, Cuba, Santiago Alvarez) LE TRAIN EN MARCHE (DER ZUG AUF FAHRT, Frankreich, Gruppe »Slon« mit Chris Marker) PENTAGON PAPERS (PENTAGON-PAPIERE, USA, Jerzy Stoll und Castro David) SPORZENIE NA WRZESIEN (BLICK AUF DEN SEPTEMBER, Polen, Maciej Sienski) DER EUPHRATPLAN (Syrische Arabische Republik, Omar Amiralay) KOMMUNAR XX VEKA (EIN KOMMUNARDE DES XX. Jahrhunderts, UdSSR, E. Andrikanis) WOCHENSCHAU »ROTE FAHNE« NR. 99–100 (Japan, Akahata-Wochenschau) SCHARNHORST (DDR, Armeefilmstudio der NVA) SPOTKANIE Z NATURA (BEGEGNUNGEN MIT DER NATUR, Polen, Maria-Ama Farat, Animation) VATERS GROSSE LIEBE (DDR, Animation, Klaus Georgi)
|
Die Achtziger | Späte Stunde des DEFA-Dokumentarfilms
|
|
|
|
|
|
|
Link
1983 - Besuch von Dean Reed
Karl-Eduard von Schnitzler wird auf eigene Bitte hin von seiner
Postition als Vizepräsident entbunden. Highlight des Jahres ist der
Auftritt Dean Reeds zur Eröffnung der Retrospektive "Film im
Freiheitskampf der Völker – Chile".
Die Teilnehmer des Festivals, darunter Karl-Eduard von Schnitzler (DDR),
Christine Teelen-Venske (BRD) und Joan Harvey (USA) protestieren gegen
den Beschluss der BRD zur Stationierung amerikanischer
Pershing-II-Raketen. Eine friedliche Kerzen-Demonstration einiger
Studenten vor der Nikolaikirche und vor dem "Capitol" wird innerhalb von
Minuten aufgelöst, die Studenten werden zum Teil verhaftet.
|
|

увеличить...zoom
|
Die Siebziger | Von Jane Fonda bis von Schnitzler
|
|
|
|
|
|
|
Link
Zur Geschichte des DOK-Festivals in Leipzig
Die Siebziger | Von Jane Fonda bis von Schnitzler
1971 - "Kämpfende Kameras" und Dean Reed
Auch in diesem Jahr findet das Festival unter zunehmender Einmischung
der Ministerien in die Filmauswahl und Programmgestaltung statt. So wird
beispielsweise der "Joris Ivens Preis" aufgrund der 'antisowjetischen
Haltung' seines Namensgebers abgeschafft und in den "Kämpfende
Kamera"-Preis umbenannt. Ivens, zuvor von Parteivertretern hofiert,
hatte Partei für China genommen, was von Seiten des Regimes ungern
gesehen wurde.
Prominenz und "Glamour" erlebt Leipzig durch die Anwesenheit Dean Reeds:
Mit "Lied im Klassenkampf" stellt er das Thema der Diskussionsrunde.
Link
KINO 
Der Tote im See
02. August 2007 00.00 Uhr
Dean Reeds wildes Leben und sein tragisches Ende zeigt "Der rote Elvis" , Der Tote im See
Die Story: Elvis lebt! Wo? In der DDR! Das konnten sich in den
70ern und 80ern viele Ostdeutsche sagen. Denn hier wohnte er, war 1972
freiwillig aus den USA in den Osten gewechselt: Dean Reed, der "rote
Elvis". Rockstar, Cowboy, Schauspieler, Sozialist, Honeckers
Lieblings-Ami. Und ein Darling vieler Frauen, die bei seinen Songs wie
"Our Summer Romance" sich nichts mehr wünschten als eine heiße Affäre
mit dem US-Schönling. Der Film zeigt Reeds Solo-Konzerte für "den Kampf
für eine gerechtere Welt". Wir erleben den privaten Mann, den Ehemann
und den umtriebigen "Außenminister", der sich mit Arafat und anderen
"Freiheitskämpfern" trifft. Reed starb am 13.6.1986 unter mysteriösen
Umständen im Zeuthener See bei Berlin.
Der Regisseur: Leopold Grün ist Geschäftsführer des Berliner
Instituts "Jugend Film Fernsehen" und Mitorganisator des
Kurzfilmfestivals "Emergeandsee". "Der rote Elvis" ist sein erster
großer Film.
Die Stars: Neben Reed kommen Zeitzeugen wie der damalige FDJ-Chef
Egon Krenz, Reeds zweite Frau Wiebke, die DDR-TV-Moderatorin Maria
Moese und Armin Mueller-Stahl, damals noch Schauspieler-Ost, zu Wort.
B.Z.-Wertung: Mueller-Stahl wartet mit einer erstaunlichen
Analyse auf: "Reed hätte in Amerika die große Chance, ein Star zu sein.
Was unterscheidet ihn von Brad Pitt oder Tom Cruise?" Eine ganze Menge!
Im Rückblick erscheint dieser Mr. Reed wie ein kalifornischer Beach Boy
mit Surfbrett: Schön, sympathisch, aber langweilig und nicht übermäßig
klug. Beim Vergleich mit dem wahren "King" würde überdeutlich: Elvis
Presley West gegen Elvis Peinlich Ost ist wie Cadillac gegen Trabi. Man
kann verstehen, warum dieser Ersatz-Elvis in den USA nichts reißen
konnte. Der Film führt uns kurzweilig dieses seltsame Kapitel
DDR-Musikgeschichte vor.
Der rote Elvis Doku (Deutschland 07, 90 Min., frei ab 6). Regie: Leopold Grün
Link
Kultur
Interview mit Tom Hanks über das Geheimnis seines Erfolges
07. September 2004 00.00 Uhr
Ich gebe immer 100 Prozent!
"Braucht ihr noch einen Schauspieler?" Tom Hanks, 48, ruft aus dem
Fenster seiner Suite im Hotel Adlon, vor der gerade eine SAT.1-Komödie
gedreht wird. Er grinst über seinen Scherz. Aber natürlich hat Mr.
Superstar gar keine Zeit! Hanks ist hier, um über seinen neuen Film
"Terminal" (ab 7.10. im Kino) zu sprechen. Darin spielt er einen
Osteuropäer, der am Flughafen in New York festgehalten wird. Grund:
Durch einen politischen Umsturz ist seine Heimat von der Landkarte
verschwunden. Deshalb darf er weder ein- noch ausreisen und muss für
Monate auf dem Flughafen ausharren. Markus Tschiedert sprach mit Tom
Hanks. Hätten Sie wirklich spontan bei dem Film mitgemacht, der gerade
vorm Adlon entsteht? Ich habe gefragt, bekam aber keine Antwort.
Wahrscheinlich würde sowieso nichts daraus, weil ich kein Arbeitsvisum
habe (lacht). Würden Sie nicht gern mal einen Film in Berlin drehen?
Wenn das richtige Projekt kommt, wäre ich gern dabei. Was ist aus
Ihrem Projekt geworden, einen Film über den amerikanischen Schauspieler
Dean Reed zu machen, der in die DDR ausgewandert ist?
Ich bin noch immer davon fasziniert, weiß aber nicht, wie sich die
Geschichte umsetzen lässt. Ich erfahre immer wieder Neues über ihn und
fange jedes Mal von vorne an. Ihr aktueller Film "Terminal" ist
eigentlich die Geschichte des Iraners Karim Nasser Miran, der seit 16
Jahren auf dem Flughafen in Paris festsitzt. Haben Sie ihn getroffen?
Nein, aber wenn ich das nächste Mal auf dem Charles-de-Gaulle-Flughafen
aussteige, werde ich versuchen, ihn zu finden. Er ist berühmt geworden
und jeder will sich mit ihm fotografieren lassen. Er soll enttäuscht
sein, dass Sie ihn nicht vor Drehbeginn aufgesucht haben. Regisseur
Steven Spielberg und Autor Andrew Niccol ließen sich doch nur von seiner
Geschichte inspirieren. Ich fände es nicht gut, wenn wir exakt seine
Geschichte nacherzählt hätten. In Hollywood sind Sie einer der größten.
Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs? Ich folge nur meinem Instinkt und
gebe immer 100 Prozent. Das macht mich zu einem glücklichen Menschen.
Ich liebe meinen Job, habe eine wunderbare Frau und wunderbare Kinder.
Wie schaffen Sie es, trotz Ihres Ruhms nie den Boden unter den Füßen zu
verlieren? Es war nie mein Anliegen, mächtig oder berühmt zu werden.
Wenn man es wird, macht man anfangs gewisse Fehler. Irgendwann sagt man
sich, dass man nicht wie Elvis Presley enden will. Also versucht man,
weiterhin ein möglichst normales Leben zu führen. Für meine Kinder bin
ich nichts anderes als ihr Daddy, der morgens zur Arbeit geht.
Link
LOKALES
Tom Hanks dreht seinen Dean-Reed-Film später
08. Januar 2008 00.00 Uhr
Tom Hanks dreht seinen Dean-Reed-Film später
Die Produktion des Dean-Reed-Films mit Hollywood-Star Tom Hanks (51,
Foto) verzögert sich. "Der Drehbeginn wird definitiv nicht in den
nächsten Wochen sein", so gestern eine Sprecherin vom Studio Babelsberg
zur B.Z.. Ursprünglich sollten die Arbeiten in diesen Tagen beginnen.
Der Oscar-Preisträger will das Leben von Dean Reed unter dem Titel
"Comrade Rockstar" auf die Leinwand bringen.
Nachrichten
Film über DDR-Elvis
11. Juli 2004 00.00 Uhr
Film über DDR-Elvis
Berlin - Hollywoodstar Tom Hanks will die Lebensgeschichte
des unter ungeklärten Umständen in der DDR gestorbenen US-Musikers Dean
Reed verfilmen ("Variety"). Hanks sicherte sich die Filmrechte. Reed
lebte von 1972 bis 1986 in der DDR, wo er als "roter Elvis" gefeiert
wurde. Reeds Leiche wurde '86 im Zeuthener See bei Berlin gefunden.
|
|
|
|
Link
Berlinale rund um die Uhr
Berlinale 2007
13. Februar 2007 00.00 Uhr
Ganz außer Konkurrenz - die "DDR" ist mit zwei Filmen auf der Berlinale vertreten
Zwei Filme, zwei große DDR-Stars, zwei völlig unterschiedliche
Karrieren. Während der Dokumentarfilm "Tamara" von der unerschrockenen,
viel zu früh verstorbenen Sängerin der Band Silly, Tamara Danz, erzählt,
berichtet "Der rote Elvis" von dem Sänger, Schauspieler und
Yassir-Arafat-Freund Dean Reed.
Obwohl US-Staatsbürger, war Reed ein Star in allen Ostblockländern.
Er reiste durch die Welt und pries die Vorzüge der Mauer. Politisch war
er naiv, dafür aber süchtig nach Erfolg. 1986 starb er unter mysteriösen
Umständen in einem Ostberliner See.
Auch Tamara Danz war eine Pop-Ikone in der DDR. Während aber Dean
Reed vom Sozialismus schwärmte und im Libanon mit Maschinengewehren
posierte, waren "Silly" der Gegenpol zu regimegenehmen Bands. Laut und
unangepasst wurde sie zu Identifikationsfiguren für Junge und
Unzufriedene.
In "Tamara" erinnern sich die Musiker Rüdiger Barton und Uwe
Hassbecker an ihre 1996 an Brustkrebs verstorbene Frontfrau. Beide Filme
laufen im Panorama: "Tamara" heute 15.30 Uhr Colosseum, "Der rote
Elvis" heute, 14.30 Uhr Cinestar 7.
Link
DDR-Cowboy Dean Reed: Es war Selbstmord
21. Juli 2004 00.00 Uhr
Hier spricht die Witwe
Von FRANK GERDES und MIRJA RUMPF
Der mysteriöse Tod von DDR-Star Dean Reed (verstorben 47) - das ist
der Stoff, aus dem Hollywoodstar Tom Hanks einen Kinofilm machen will. Oft
wurde schon über die Todes-Motive des "singenden Cowboys" spekuliert.
Jetzt kam die erschütternde Wahrheit ans Tageslicht. Reed in seinem
Abschiedsbrief über Ehefrau und Schauspielerin Renate Blume, 60 (zu
sehen ab morgen im Kriminal Theater Friedrichshain in "Mord um Mord"):
"Sie quält mich und foltert mich seit Jahren. Weil sie ist krank.
Eifersüchtig auf alle Leute, die ich liebe. . . Wenn sie mich ständig
anschreit, dass ich nur ein Showman bin und keinen Mut habe mich selbst
umzubringen. . . Sie hat mich umgebracht - Tag für Tag."
B.Z. sprach exklusiv mit Reeds Witwe Renate Blume (war mit ihm verheiratet, bis er 1986 starb) über diesen bösen Abschiedsbrief.
Was geht in Ihnen vor, wenn Sie diese Vorwürfe lesen müssen? "Mir
geht es sehr, sehr schlecht dabei. Warum werden gerade jetzt diese
alten Wunden aufgerissen, frage ich mich. Warum bekomme ich den Brief
erst heute zusehen, und nicht schon vor 18 Jahren?"
Haben Sie keine Erklärung dafür? "Nein, habe ich nicht. Mir hätte man doch den Brief als allererstes zeigen müssen. Denn ich war doch seine Frau."
Was ist dran an den schmerzhaften Beschuldigungen? "Natürlich ist
das seine sehr persönliche Wahrheit, die er schreibt. Eine Tragödie.
Aber Deans Probleme waren viel umfassender. Darüber darf ich jedoch
nicht sprechen. Schließlich bin ich vertraglich von Hollywood zum
Schweigen verpflichtet."
Haben Sie genug Kraft, sich diesen Erinnerungen zu stellen? "Ich
bin ein starker Mensch. Deswegen werde ich auch die Freude am Leben
nicht verlieren. Durch die Erinnerungen, die jetzt hoch kommen, brechen
allerdings wieder schwere Zeiten für mich an. Aber eines ist gewiss: Es
kann nicht noch schlimmer werden als damals."
Bereuen Sie mittlerweile, an dem Hollywoodfilm über das Leben Ihres Mannes mitzuwirken? "Es
gab viele Angebote. Menschen wollten aus seinem Leben sogar ein Musical
machen. Das Interesse von Tom Hanks schien mir am seriösesten. Ich
vertraue ihm. Hanks ist Amerikaner, genauso wie Dean es mit Leib und
Seele war. Denn es geht in dem Film ja nicht nur um Deans Leben in der
DDR, sondern auch um die Zeit davor."
Morgen stehen Sie wieder im Kriminal Theater in dem Stück "Mord um Mord" auf der Bühne. Wie werden Sie das durchstehen? "Die
Leichtigkeit, mit der ich bisher gespielt habe, werde ich wohl in
diesen Tagen nicht mehr haben. Das ist klar. Auch wenn die seelische
Belastung zu groß ist, ich muss ganz einfach nach vorne schauen."
|
|
Link
Der Bruder von DDR-Cowboy Dean Reed:
22. Juli 2004 00.00 Uhr
Kein Kontakt zur Witwe
Der Selbstmord 1986 von DDR-Cowboy Dean Reed. Nach dem
Auftauchen seines Abschiedsbriefes ("Sie quält mich und foltert mich
seit Jahren. Weil sie krank ist. Sie hat mich umgebracht - Tag für
Tag"), meldet sich nach Witwe Renate Blume, 60, nun auch sein jüngerer Bruder Vernon Reed aus Florida zu Wort: "Entsetzlich. Ich habe aber schon lange keinen Kontakt mehr zu Renate Blume. Will auch keinen."
1992 wurde Dean Reeds Asche von Rauchfangswerder in die USA nach Colorado überführt - auf Wunsch seiner Mutter Maria Brown
(verstorben 2000). Vernon: "Er sollte in Heimaterde bestattet werden."
Ist Vernon Reed an dem Hollywoodfilm über seinen toten Bruder beteiligt?
Vernon: "Ich will nichts mit dem Film von Tom Hanks zu tun haben."
Link
Boulevard Berlin
Tom trifft Egon Krenz
24. Januar 2003 00.00 Uhr
Tom trifft Egon Krenz
Was hat ein zweifacher Oscar-Preisträger mit dem letzten
Staatratsvorsitzenden der DDR zu schaffen? Tom Hanks und Egon Krenz
trafen sich gestern um 13 Uhr zum Mittagessen im Restaurant "Guy" in
Mitte, plauderten eineinhalb Stunden angeregt, wie die "Berliner
Morgenpost" berichtet. Grund: Recherche für Toms nächstes Filmprojekt.
Er will die Lebensgeschichte des US-Sängers Dean Reed, der freiwillig in
die DDR ging und 1986 unter mysteriösen Umständen starb, auf die
Leinwand bannen (BZ berichtete). Hanks wird die Hauptrolle übernehmen,
Titel des Projekts "Kamerad Rockstar". Freigänger Krenz (er verbüßt eine
sechseinhalbjährige Haftstrafe wegen Totschlags) war ein guter Freund
von Reed.
Link
Boulevard Berlin
Tom Hanks traf Reeds Ex-Frauen
25. Januar 2003 00.00 Uhr
Tom Hanks traf Reeds Ex-Frauen
Hollywood -Star Tom Hanks, 46, privat an der Spree - die zweite
Nacht. Nach seinem Geheimtreffen mit Egon Krenz, 65, (Krenz: "Ich wusste
gar nicht, wer das ist.") am Gendarmenmarkt im Restaurant "Guy" stand
wieder ein Abendessen auf dem Programm. Gestern traf sich Tom Hanks mit
Schauspielerin Renate Blume, 57, und Schauspiel-Agentin Wiebke Reed
("seit Jahren 49"). Sie liebten DDR-Cowboy Dean Reed (Selbstmord 1986),
den "Johnny Cash des Kommunismus". Ihn will Hanks in seinem nächsten
Filmprojekt spielen. Info-Gespräche für die Hauptrolle. Aber: Beide
Frauen müssen über das Treffen schweigen. In dieser Phase ganz normal
für ein Hollywood-Projekt. Wiebke Reed erzählte vorher nur so viel: "Mal
abwarten was passiert. Ich bin da ganz cool." Im Oktober vergangenen
Jahres hörte sich das noch anders an. Reed damals: "Vielleicht lässt er
sich erzählen, wie es wirklich war."
Link
Report
Steven Spielberg und Tom Hanks wollen das Leben von Sänger Dean Reed
ins Kino bringen. Alle fragen sich: Who the fuck ist Dean Reed?
26. Januar 2003 00.00 Uhr
Kamerad Rockstar
In der Nacht zum 13. Juni 1986 verschwand Dean Reed für immer in den
Fluten des Zeuthener Sees bei Berlin. Auf dessen Grund wurde er tot in
seinem Auto aufgefunden. Selbstmord, wie der bekannte Charité-Pathologe
Prof. Prokop feststellte, dessen Untersuchungsergebnisse aber geheim
gehalten wurden. Die Ostberliner Gazetten, die in ihren Nachrufen auf
den 47-Jährigen nur beiläufig von einem "tragischen Unglücksfall"
berichteten, ließen die Gerüchteküche brodeln. Ost-Leser, die es gewohnt
waren, zwischen den Zeilen zu lesen, vermuteten sogleich einen Anschlag
der Stasi oder eines westlichen Geheimdienstes. Das schien ziemlich
einleuchtend: Hatte Reed nicht gerade in einer US-Talkshow wenig
Schmeichelhaftes über den real existierenden Sozialismus gesagt? War er
andererseits mit seinen US-feindlichen Songs nicht schon immer dem
Westen ein Dorn im Auge? Warum galt ein Selbstmord als höchst
unwahrscheinlich? Als sich der aus Denver/Colorado stammende Sänger und
Schauspieler 1972 die DDR als zweite Heimat auserkor, hatte er bereits
eine tolle Karriere hinter sich. In Südamerika war Dean Reed populärer
als Frank Sinatra oder Elvis Presley. Überall dort, wo es galt,
"verbrecherische Regimes anzuklagen", war er mit seiner Gitarre zur
Stelle. Im Nahen Osten, in Nikaragua, in Peru, in Chile, wo er auch
mehrmals hinter Gitter kam. In der UdSSR war er der umjubelte Star aus
dem Westen, der den Rock 'n' Roll bekannt machte - der Rote Elvis, der
Rächer aller Unterdrückten dieser Welt. Auch als Schauspieler an der
Seite von Anita Ekberg und Yul Brunner in unzähligen Spaghetti-Western
war er bekannt, mit Hannelore Elsner, Nadja Tiller und Leslie Malton
stand er in Deutschland vor der Kamera. Den DDR-Politbüromanen passte
der friedensbewegte Ami-Cowboy und bekennnende Marxist gut ins
Propaganda-Konzept. Der Vertreter des "anderen, besseren Amerika" wurde
über die Bühnen der Republik gejagt. Freundlich, charmant, ein Sexsymbol
für alle Frauen von 15 bis 85 Jahren. So populär wie einst UFA-Star
Willy Forst, erinnert sich ein Deen-Biograph. Die Frauen lagen ihm zu
Füßen: Mit seiner zweiten Ehe-Frau Wiebke, 61, hatte er eine Tochter
Natascha (1976 geboren), Renate Blume, 58, seine dritte Ehefrau, hatte
er zuvor der beliebten Film-Rothaut Gojko Mitic ausgespannt. Mit dem war
er in manchem DEFA-Western um die Wette geritten. Der Berliner Sänger
und Komponist Reinhard Lakomy hat Reed als netten Kumpel in Erinnerung.
"Er war ehrlich, uneitel, freundlich zu jedermann. Aber er war auch eine
tragische Figur: Mit geballter Faust auf der Bühne Protestsongs singen
in einem Land, das seine eigene Bevölkerung unter Verschluss hält, war
anchronistisch, in den Augen der Zuschauer lächerlich. Das war ihm in
seinen letzten Lebensjahren wohl bewusst." Dean Reed ist in Boulder auf
dem Green Mountain Cemetry/Colorado begraben. Ein Grab wie jedes andere.
Reed ist in seiner Heimat ein Nobody. Das wird sich ändern: Im Mai
dieses Jahres will Steven Spielberg mit den Dreharbeiten zu "Comrade
Rockstar" beginnen. Deans älterer Bruder Dale Reed ist begeistert: "Zwar
wäre Robert Redford in jüngeren Jahren die bessere Besetzung, aber Tom
Hanks wird's schon machen."
Link
4 Ausländer, die in der DDR Erfolg hatten
27. Mai 2008 00.00 Uhr
4 Ausländer, die in der DDR Erfolg hatten
* Der Tscheche Jiri Vrst'ala (1920-1999) alias Clown Ferdinand
* Der Jugoslawe Gojko Mitic (68) war der "Winnetou des Ostens"
* US-Sänger Dean Reed (1938-1986)
* Die Tschechin Libuse Safrankova (55) aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"
Link
Nachrichten
Nachrichten
30. Juli 2007 00.00 Uhr
Applaus für Film über Ost-Elvis ++ Tanzstar Julio Bocca hört auf ++
Neue Rechtschreibung tritt endgültig in Kraft , Nachrichten
Applaus für Film über Ost-Elvis
Vor rund 350 Zuschauern feierte am Samstag "Der rote Elvis" (Start
2.8.) im Freiluftkino Friedrichshain Premiere. Der Dokumentarfilm über
den US-Musiker Dean Reed, der in der DDR Karriere machte, wurde mit viel
Applaus bedacht.
Tanzstar Julio Bocca hört auf
Der argentinische Ballett-Star Julio Bocca hat kurz nach seinem 40.
Geburtstag das Ende seiner Karriere angekündigt. "Ich werde schwimmen
und Fahrrad fahren, aber bestimmt nicht mehr tanzen", sagte er.
Neue Rechtschreibung tritt endgültig in Kraft
Ab morgen treten die neuen Rechtschreibregelungen endgültig in Kraft.
Die einjährige Übergangsregelung, die in Schulen auch die alten
Schreibweisen zuließ, läuft ab. Über die neuen, vereinfachten Regeln war
ein jahrelanger Streit ausgebrochen.
|
|
Link
TITEL
Cruise-Tochter soll Knut-Film synchronisieren
31. Dezember 2007 00.00 Uhr
Tom Hanks dreht ab 8. Januar Dean-Reed- Film in Berlin , Cruise-Tochter soll Knut-Film synchronisieren
Link
Boulevard
Tom Hanks verfilmt das Leben von Dean Reed in Berlin
31. Dezember 2007 00.00 Uhr
Tom Hanks verfilmt das Leben von Dean Reed in Berlin
Vor drei Jahren hatte er die Rechte an der Geschichte des
Sängers Dean Reed (†48) gekauft – nun setzt Hollywood-Star Tom Hanks
(51) das Projekt auch um.
Wie B.Z. exklusiv erfuhr, soll Hanks bereits ab Anfang Januar in
Berlin mit den Dreharbeiten zum Reed-Film „Comrad Rockstar“ beginnen.
Darin spielt er den in Amerika geborenen Schauspieler und Sänger, der in
den 70er Jahren als bekennender Sozialist in der DDR lebte und 1986 mit
aufgeschnittenen Pulsadern tot im Zeuthener See aufgefunden wurde.
Tom Hanks war mehrfach nach Berlin gereist, zuletzt 2003. Hier hatte
er sich mit Reeds letzter Lebenspartnerin, der DDR-Schauspielerin Renate
Blume getroffen. Bisher schien das Projekt jedoch nicht vom Fleck zu
kommen. Doch nun soll in Babelsberg alles vorbereitet werden.
Wer neben Tom Hanks in dem Film mitwirken wird, ist bisher nicht bekannt.
|
|
Link
LOKALES
Tom Hanks verfilmt das Leben von Dean Reed in Berlin
31. Dezember 2007 00.00 Uhr
Tom Hanks verfilmt das Leben von Dean Reed in Berlin
Vor drei Jahren hatte er die Rechte an der Geschichte des Sängers
Dean Reed (+48) gekauft - nun setzt Hollywood-Star Tom Hanks (51) das
Projekt auch um. Wie B.Z. exklusiv erfuhr, soll Hanks bereits ab
Anfang Januar in Berlin mit den Dreharbeiten zum Reed-Film "Comrad
Rockstar" beginnen. Darin spielt er den in Amerika geborenen
Schauspieler und Sänger, der in den 70er Jahren als bekennender
Sozialist in der DDR lebte und 1986 mit aufgeschnittenen Pulsadern tot
im Zeuthener See aufgefunden wurde. Tom Hanks war mehrfach nach Berlin
gereist, zuletzt 2003. Hier hatte er sich mit Reeds letzter
Lebenspartnerin, der DDR-Schauspielerin Renate Blume getroffen. Bisher
schien das Projekt jedoch nicht vom Fleck zu kommen. Doch nun soll in
Babelsberg alles vorbereitet werden. Wer neben Tom Hanks in dem Film
mitwirken wird, ist bisher nicht bekannt.
hö
Link
So habe ich mich in den Roten Elvis verliebt
Er galt als „Elvis der DDR“: US-Sänger Dean Reed zog 1972 nach
Ost-Berlin, um den Sozialismus zu leben und seiner Freundin Wiebke ganz
nah zu sein. Der Dokumentarfilm „Der Rote Elvis“ (ab Donnerstag im Kino)
erzählt jetzt das bewegte Leben des Rock'n'Rollers, der 1986 Selbstmord
beging.
Darin kommt auch seine zweite Frau Wiebke Reed (65) zu Wort, die den
Star 1971 in Leipzig kennen gelernt hatte. „Er stand auf der Bühne und
sah hinreißend aus“, erinnert sie sich im B.Z.-Interview: „Da dachte ich
mir: Den muss ich ansprechen!“
„Dean war ständig auf der Suche nach etwas anderem“
Ein Dolmetscher übersetzte den Flirt. „Dean fragte mich, ob ich mit
ihm fliehen wollte“, erzählt sie, „ich sagte ja, und wir verließen die
Veranstaltung. Es klingt verrückt. Aber wenn man verliebt ist, braucht
man nicht viel zu sagen.“
1973 wurde geheiratet, eine Tochter kam zur Welt. Doch die
vierjährige Ehe war nicht nur harmonisch. „Ein Mensch, der viel Licht
verbreitet, wirft auch einen langen Schatten“, erzählt Wiebke Reed, die
heute in Berlin eine Schauspielagentur betreibt. „Dean war so hin und
her gerissen, ständig auf der Suche nach etwas anderem.“
1977 trennte er sich überraschend von ihr, 1986 ertrank er im
Zeuthener See. Seine Ex-Frau war geschockt. Aber sie erinnerte sich,
dass Reed öfter von Freitod gesprochen hatte. „Tief in seinem Inneren
war er wahrscheinlich nie richtig glücklich.“
|
|
KULTUR
So habe ich mich in den Roten Elvis verliebt
31. Juli 2007 00.00 Uhr
Zum Start der Kino-Dokumentation über Dean Reed erinnert sich seine
Ex-Frau Wiebke an die Licht- und Schattenseiten des Stars , So habe ich
mich in den Roten Elvis verliebt
Er galt als "Elvis der DDR": US-Sänger Dean Reed zog 1972 nach
Ost-Berlin, um den Sozialismus zu leben und seiner Freundin Wiebke ganz
nah zu sein. Der Dokumentarfilm "Der Rote Elvis" (ab Donnerstag im Kino)
erzählt jetzt das bewegte Leben des Rock'n'Rollers, der 1986 Selbstmord
beging. Darin kommt auch seine zweite Frau Wiebke Reed (65) zu Wort,
die den Star 1971 in Leipzig kennengelernt hatte. "Er stand auf der
Bühne und sah hinreißend aus", erinnert sie sich im B.Z.-Interview: "Da
dachte ich mir: Den muss ich ansprechen!"
"Dean war ständig auf der Suche nach etwas anderem"
Ein Dolmetscher übersetzte den Flirt. "Dean fragte mich, ob ich mit
ihm fliehen wollte", erzählt sie, "ich sagte ja, und wir verließen die
Veranstaltung. Es klingt verrückt. Aber wenn man verliebt ist, braucht
man nicht viel zu sagen."
1973 wurde geheiratet, eine Tochter kam zur Welt. Doch die
vierjährige Ehe war nicht nur harmonisch. "Ein Mensch, der viel Licht
verbreitet, wirft auch einen langen Schatten", erzählt Wiebke Reed, die
heute in Berlin eine Schauspielagentur betreibt. "Dean war so hin und
her gerissen, ständig auf der Suche nach etwas anderem."
1977 trennte er sich überraschend von ihr, 1986 ertrank er im
Zeuthener See. Seine Ex-Frau war geschockt. Aber sie erinnerte sich,
dass Reed öfter von Freitod gesprochen hatte. "Tief in seinem Inneren war er wahrscheinlich nie richtig glücklich."
|
|
|
|
|
|
|
Коментарі
Дописати коментар